Die Mutter aller Comebacks :: Punkte zum Frühlingsanfang in Bremen

Die Mutter aller Comebacks :: Punkte zum Frühlingsanfang in Bremen

Wir hoffen, dass es am Liveticker und im Stream alle ohne kardiologische Zwischenfälle überstanden haben und entschuldigen uns für den erneuten Nervenkrimi. Aber mal Hand aufs Herz: Eigentlich findet ihr das auch irgendwie gut, oder? Was wir nicht so gut fanden: Die ersten zwei Sätze mit einer Nulllinie im EKG und damit die zahlreichen Tebu-Anhänger in Bremen und an den Bildschirmen zu enttäuschen. Was wir gut finden: Die 25 Tebu-Fans am Seitenrand. Was die und wir gut finden: Das doppelte Comeback zum 3:2-Erfolg in Bremen.

 

Vor Spielbeginn war die Stimmung - nach überpünktlicher Ankunft in der Turnhalle - gelöst und voller Vorfreude. Ausnahme: Dule. Der hatte Magenprobleme.

Richtig genial waren dann die immer voller werdenden Sitzreihen mit vertrauten Gesichtern.

Den Start in das Spiel verpennen wir ein wenig. Zur Mitte des Satzes lassen wir Bremen dann mit Spielertrainer, Silber-MVP und Go-to-guy Ole Seuberich im Service auf 13:9 wegziehen. Diesen Vorspung holen wir nicht mehr ganz ein. Zwar spielen wir auch Breaks und kommen auf einen Punkt heran, doch Bremen punktet am Ende auch erneut in Serie. Wieder mit Ole Seuberich und dann ihrem Spielführer Simon Bischoff im Aufschlag. Somit geht der erste Satz mit 20:25 verloren und auch zwei Auszeiten und sechs Wechsel können da nicht ausrichten.

In den zweiten Satz starten wir mit weiteren Umstellungen. Doch Bremen schlägt gut auf, wir finden kaum Lösungen im Block und Angriff und zerlegen im eigenen Aufschlag auch die letzte Chance. Über 3:6 und 9:20 zeigen wir die bisher schlechteste Saisonleistung. 13:25 in 22 Minuten.

Dritter Satz. Rücken zur Wand. Letzte Chance. Wieder neue Formation. Alles oder nichts.

Es wird besser. Wir blocken ruhiger, finden Lösungen im Angriff und im Service reduzieren wir zumindest die Fehlerquote. Wir gehen bis auf 21:12 davon. Bei Bremen dreht erneut Simon Bischoff auf und bringt sein Team nochmals heran, kann das 25:19 aus unserer Sicht aber auch nicht mehr abwenden.

Der Folgesatz ist bis zum 14:14 ein offener Schlagabtausch. Den Gastgebern der 1860er gelingt in der Folge kein einziges Break mehr. Der Sideout bei uns steht und wir können uns mit Dusan im Service auf 22:19 absetzen. Am Ende bringen wir diese drei Punkte über die Ziellinie und erzwingen mit dem 25:22 den Tie-Break. Erstes Comeback geschafft.

Den Tie-Break gehen wir aber nicht sehr erfolgreich an. Bremen erwischt den besseren Start. Mit 5:9 liegen wir hinten. Die zweite Auszeit brauchen wir bei 9:13. Bremen ist schon mit einem Fuß unter der Siegerdusche. Noch drastischer wird es zwei Ballwechsel danach. Mit 10:14 sehen wir uns vier Matchbällen in Folge gegenüber. Bis dahin haben wir im Entscheidungssatz ein Break erspielen können. Jetzt brauchen wir also gleich den Sideout und dann drei Breaks in Folge. Wieder heißt es: All in. Wir bringen Max im Zuspiel und Robin im Diagonalwechsel auf die Platte. Sideout gehalten. In den Service schreitet  bei uns Yannick Kugel und die Zahnräder greifen erneut super ineinander. Block und Feldabwehr sind wach und im Angriff machen wir die Punkte. Max verteilt gut und seine Angreifer lassen ihn nicht hängen. Zudem machen die Bremer mehr Fehler als zuvor. Yannick serviert bis zum 15:14. Sitzen kann jetzt eh keiner mehr. Doch das Spiel ist nicht vorbei. Es geht hin und her. Beim 17:16 spielen wir den Diagonalwechsel zurück und bringen Dule vorne wieder in den Block. Doch es bleibt spannend. Erneuter Matchball für Bremen bei 17:18. Abgewehrt. Doch auch die Gastgeber wehren sich ihrerseits gegen die drohende Niederlage. Der entscheidende Ball bleibt dann aber doch an der Netzkante hängen und wir können das 22:20 bejubeln. Das zweite Comeback des Tages ist perfekt.

MVP wird bei uns Yannick Kugel, der erneut in allen Spielelementen einen super Job abgeliefert hat und vor allem in der entscheidenden Phase des Tie-Breaks eine echte Bank war. Aber die Teamleistung muss man an dieser Stelle einfach hervorheben.

Auf der Seite der Sechsziger hätte man sicherlich auch Simon Bischoff wählen können, doch Ole Seuberich hat vor allem in den ersten Sätzen seine Mannschaft getragen und zum Punktgewinn geführt.

Wir sind super happy über Sieg Nummer 16 und über diesen grandiosen Support in Bremen. Den Bremern danken wir für dieses spannende - wenn auch teilweise hitzige - Match. In der Form ist 1860 nicht nur „der beste Aufsteiger“ sondern sicherlich auch eines der Top-Teams der Liga.

Und wir bedanken uns, dass wir unsere vergessene Fahne sogar schon am Sonntag wieder in den Händen halten konnten! Danke!

 

Wie geht es jetzt weiter? Heimspiel gegen Essen am Samstag. Das letzte Heimspiel der Saison. Es wird nochmals richtig laut. Es wird voll. Es wird emotional. Der Burgweg ist einfach der „place to be“ in dieser Saison.

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