Doppelter Tiefschlag gegen Lüneburg :: Niederlage im Tie-Break

Doppelter Tiefschlag gegen Lüneburg :: Niederlage im Tie-Break
Wir starten durchwachsen in das neue Jahr. Nach der Schweigeminute für Birgit Wessel geht das Spiel hin und her, doch wir können uns in der Crunchtime auf 22:17 absetzen. Dennoch unterliegen wir 27:29 und dann deutlicher mit 18:25 im zweiten Satz. Doch wir kommen besser rein und gewinnen Satz 3 und 4 relativ souverän (25:18, 25:22). Im Entscheidungssatz verlieren wir dann komplett den Faden und geben diesen mit 6:15 ab. Doppelt bitter ist dabei, dass sich Paul im Block den Finger verletzt und die restliche Saison nicht mehr spielen wird. Positiv: Wir gehen - mit der Ausnahme des Auswärtsspiels in Braunschweig - immer mit mindestens einem Punkt aus der Partie.
Es war uns klar, dass es schwierig werden könnte, die Spannung direkt wieder so hoch zu halten wie zum Ende der Hinrunde. Das Heimspiel gegen Lintorf hielt alles bereit und wir gingen, der Papierform nach, als Favorit in das Spiel gegen die SVG Lüneburg. Doch diese reiste ausnahmsweise in Bestbesetzung und jetzt sogar mit Trainerin an. Dementsprechend entwickelte sich das Spiel zu einer echten Herausforderung und wir hoffen einfach, dass Lüneburg auch gegen die anderen Teams in der Spitzengruppe in gleicher Besetzung und vergleichbarer Form aufläuft.
„Wir müssen den ersten Satz aber ziehen und nach 22:17 nach Hause bringen. Dann haben wir wahrscheinlich ein anderes Spiel und ein 3:1 ist vielleicht möglich. Wir haben taktisch leider nicht das umgesetzt, was wir uns erarbeitet haben. Die Verletzung von Paul ist maximal bitter und tut uns weh. Trotzdem nehmen wir auch positive Aspekte mit aus dem Spiel. Wir haben im 12. Spiel zum 11. mal gepunktet und haben zudem gezeigt, dass wir immer für ein Comeback gut sind. Nach dem zweiten Durchgang hat wohl kaum noch jemand mit einem Tie-Break gerechnet.“, so Lars.
Außerdem muss man vor Paul seinen Hut ziehen. Zwar sind wir erst von einer Verstauchung oder ähnlichem ausgegangen, aber dass er die zweite Spielhälfte die Zähne zusammenbeißt und mit einem gebrochnen Daumen spielt - irre!
Erfreulich war auch der erste lange Spieleinsatz von Tobi Lampe in der Mitte. Vor allem im Angriff kam er mehrfach zu Erfolgen. MVP wurde erneut Mario, der über Position IV Angriffswinkel ausgepackt hat, die physikalisch (wir haben es mit Zirkel und Geodreieck nachgemessen) unmöglich sind.
Doch jetzt stehen wir vor der nächsten Aufgabe. Die Lücke die Pauls Ausfall - er wird operiert werden müssen - können wir nur im Kollektiv auffangen. Seb wird erneut fest in den Kader rücken und die zweite Zuspielposition wird von Maximilian Frese und Moritz Gartemann besetzt. Da beide in der Reserve aktiv sind, wird Maxi weiterhin vom Jugendspielrecht Gebrauch machen können und regelmäßiger dabei sein.
Unser Dank geht zudem an die zahlreichen Zuschauer am Burgweg, die uns wieder ans Maximum getrieben haben nach dem zweiten Satz.
Lars weiter: „Die Mannschaft war am Dienstag bereits sehr gefasst und zeigt sich kämpferisch-optimistisch. In einzelnen Elementen haben wir bereits wieder enorm gut trainiert!“
Wir hoffen bei unserem Auswärtsspiel in Delbrück und den anstehenden Aufgaben umso mehr auf die Unterstützung unserer Tebu Family. In solchen Zeiten rücken wir hier doch immer etwas enger zusammen, oder?
Bild: Die Spielszene zeigt den verletzten Paul Boss im Zusammenspiel mit Tobi Lampe (Foto von Hardy Fischer).