Erfolgreicher Heimspieltag gegen Bielefeld :: Emotionen pur am Burgweg

Erfolgreicher Heimspieltag gegen Bielefeld :: Emotionen pur am Burgweg
Schon vor Anpfiff am Burgweg war klar, dass es ein emotionaler Abend werden wird. Bielefeld brauchte dringend Punkte um die Liga zu halten, wir um mindestens den 2. Tabellenplatz zu sichern. Dazu würde es das vorerst letzte Spiel von Jonathan König sein und dann stand da ja auch noch die Verabschiedung von Patrick „Tigger“ Hofschröer an, der mit seinem neuen Team aus Ostwestfalen nach Laggenbeck kam. All dies machte das Kribbeln in der Halle von Beginn an spürbar und diese war, trotz der teilweise weit entfernten Auswärtsspiele der anderen Teams und der damit verbundenen Abwesenheit, gut gefüllt. Diese Kulisse bei unseren Heimspielen ist echt ein absolutes Pfund und einer der Gründe für unser Comeback nach verlorenem ersten Satz. Mit dem 3:1-Erfolg ist uns der 2. Platz nicht mehr zu nehmen.
Vor der Partie gab es das ersehnte Wiedersehen mit Tigger an seiner alten Wirkungsstätte und generell pflegen beide Teams ein sehr gutes Verhältnis. Bei uns stand der komplette Kader zur Verfügung, während die Gäste weiterhin auf Diagonalangreifer Lukas Schnittger verzichten mussten. Dieser laboriert noch an seiner zweiten Verletzung der Saison.
Der Start in die Partie gehörte vorerst uns. Bei eigenem Aufschlag gingen wir 2:0 in Führung und bauten diese bis auf 10:7 aus. Danach produzierten unsere Gegner weniger Fehler im Aufschlag und robbten sich langsam heran. Als ihr Diagonalangreifer Finn Klüsener 11:12 aus unserer Sicht stellte, mussten wir unsere erste Auszeit ziehen. Doch auch Nils Ott kam zu einer kurzen Serie und wir gingen mit 16:19 in das zweite Timeout. Zudem versuchten wir gleich vier Spielerwechsel. Jedoch holten wir die verpassten Punkte nicht mehr auf und agierten in vielen Elementen zu passiv oder verhalten. Nach 26 Minuten ging der erste und längste Durchgang verdient mit 20:25 an die Gäste.
Vor dem zweiten Satz besannen wir uns dann erneut darauf, druckvoller zu agieren und bekamen das in der Folge auch besser hin. Über 6:2 und 16:10 drehten wir auf. Jonathan zeigte im Service, warum er genau dort so gefürchtet ist und der Block stand. In der Abwehr lieferte Hannes erneut eine meisterhafte Leistung ab. Unsere U20-Boys spielten in diesem Satz wahrscheinlich ihre beste Phase des Spiels und brachen den Flow der Gäste komplett. Mit 25:17 glichen wir somit zum 1:1 nach Sätzen aus.
Im dritten Satz konnte Seb weiterhin aus einer sehr guten Annahme die Bälle verteilen und das Momentum war endgültig auf unserer Seite. Weitere Aufschlagserien von Johnny und Mobo untermauerten dies und das 25:16 war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Etwas mulmig kann einem dann schon werden, wenn man an die laufende Saison denkt. Selten konnten wir im vierten Satz an so eine Leistung anschließen und mussten den ein oder anderen Tie-Break spielen. Doch dieses Mal nicht. Ralf blieb für Thomas auf der Platte und wir konnten bei eigenem Aufschlag in Block und Abwehr so viel Feld abdecken, dass Bielefeld wenig Lösungen fand. Seb mit der Serie im Aufschlag und wir gingen von 7:4 auf 11:5 weg. Jetzt funktionierte fast alles und so konnten wir Johnny nach einem krachenden Angriff zum 19:10 seine verdiente „Ehrenauswechslung“ gewähren. Da war bereits das ein oder andere Auge nicht mehr ganz trocken. Leicht verschwommen konnte man dann noch die letzte Serie von Mobo im Service bestaunen, ehe wir mit einem deutlichen 25:12 den 3:1-Sieg im Heimspiel feiern konnten.
Doch um die emotionale Belastung komplett überzustrapazieren, wurde bei Bielefeld unser Eigengewächs Tigger zum MVP (Silber) und bei uns Jonathan König (Gold) gewählt.
Im Anschluss verabschiedeten wir uns von Tigger und der Burgweg zollte seiner Leistung der über 20 Jahre Tebu Volleys mit stehenden Ovationen Respekt.
Die Worte von Lars an unseren Abgang mit der Nr. 2 können wir hier nicht so gut zusammenfassen, wie Patrick es am Ende seiner Abschiedsworte auf den Punkt gebracht hat, als er frei nach Winnie Pooh zitierte: „Wie glücklich ich bin, etwas zu haben, das den Abschied so schwer macht.“
Vorher lobte Patrick seine ehemaligen Wegbegleiter und das Umfeld bei der Tebu Family. Wir können uns dem nur anschließen und sind überglücklich diese Heimspiele zu erleben.
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Fotos: Hardy Fischer