Tebu-Dritte mit Vier-Punkte-Heimspieltag – Sieg und Krimi gegen Topteam
Tebu-Dritte mit Vier-Punkte-Heimspieltag – Sieg und Krimi gegen Topteam
„Wir haben das Ziel, mindestens ein Spiel zu gewinnen.“ hieß es im Lager der dritten Damenmannschaft der Tebus vor dem Heimspieltag gegen die VG Hollage/Lechtingen II und den SC Halen 58 II. Wenn es dann am Ende fast fünf Punkte geworden wären, da dürften die Tebu-Verantwortlichen gut zufrieden gewesen sein. In der ersten Partie ging es gegen die VG Hollage/Lechtingen II, gegen die es in den letzten beiden Vergleichen Niederlagen gab. Am Samstag ließ sich die junge Tebu-Mannschaft aber nichts vormachen. „Mit Ausnahme des zweiten Satzes waren wir die deutlich bessere Mannschaft.“ stellte auch Trainerin Kerstin Keller nach dem 3:1-Erfolg fest. Der Auftaktsatz verlief zu Beginn ausgeglichen, doch die Spielanteile der Tebus wurde nach und nach immer größer. Über 12:8, 16:10 und 23:14 punkteten sie zum 25:15-Satzgewinn. Auch der zweite Durchgang verlief erst ausgeglichen. Jetzt waren es aber die Gäste, die sich nach einem Zwischenstand von 6:6 absetzen. Sie profitierten von ihrem guten Aufschlagsspiel und gingen mit 14:8 in Führung. Die Tebus holten aber Punkt für Punkt auf und in der Crunchtime war wieder alles offen. Vorbeiziehen konnten die Gastgeberinnen nicht mehr, sie unterlagen aber nur mit 23: 25. Im dritten Satz hatten die Gäste nur wenig zu bestellen. Über 4:1, 14:5 und 19:8 punktete das junge Tebu-Team zum 25:10-Satzgewinn bei einer Satzdauer von nur 18 Minuten. Im vierten Satz lagen die Spielerinnen um das Trainergespann Kerstin Keller/Luca Bosse zunächst zurück (3:5 u. 5:7). Rechtzeitig ergriffen sie aber wieder Initiative und wandelten diesen Rückstand in eine Führung um. Nach 12:9-, 17:13- und 22:17-Zwischenständen hatten sie beim Stand von 24:21 den ersten Matchball. Diesen ließen sie zwar ungenutzt, punkteten anschließend aber zum 25:22-Satzgewinn. „Überragend war in diesem Spiel Aussenangreiferin Pia Freese, aber auch Celina Sauerwein auf der Mittelposition zeigte spektakuläre Angriffe.“ freute sich Kerstin Keller nicht nur über drei Punkte, sondern auch über die starken Leistungen ihrer beiden Angreiferinnen, für die es auch schon Einsatzzeiten im Verbandsliga-Team der Tebus gab.
Nach der Pflicht folgt die Kür könnte die Devise vor der Partie gegen den Tabellenzweiten SC Halen 58 II gelautet haben. Die Gäste waren favorisiert, hatten sie die Hinrundenpartie doch deutlich gewonnen und sich auch im Pokalwettbewerb durchgesetzt. Die Tebu-Spielerinnen knüpften im Auftaktsatz anfangs an die guten Leistungen vom ersten Spiel an, doch Mitte des Satzes riss der Faden. Der Gast nutzte das viel zu hektische Spiel der Gastgeberinnen, um sich abzusetzen. Mit 25:16 gab es den ersten Satzgewinn für den Favoriten. „Wir haben es am Anfang gesehen, wie es geht, da knüpfen wir jetzt an.“ machte Tebu-Trainer Luca Bosse, der diesmal das Team coachte, seinen Spielerinnen beim Seitenwechsel Mut. Zunächst verlief der zweite Satz bis zum Stand von 11:10 für die Gäste ausgeglichen. Anschließend hatte die Tebu-Sechs Oberwasser, setzte sich auf 18:13 ab. „Bleibt aufmerksam.“ ermahnte Luca Bosse sein Team, als Gästetrainerin Edda Zahn bei diesem Spielstand ihre zweite Auszeit nahm. Sicher gewannen die Tebu-Spielerinnen den Spielabschnitt mit 25:16. Bei dem Jubel über den Satzgewinn hätte man meinen können, die Tebus haben das Spiel gewonnen. Im dritten Satz sah es gar nicht gut für die Gastgeberinnen aus. Da spielten sie fast ohne Annahme. Die guten Halener Angaben stellten das Tebu-Team vor unlösbare Probleme. Nach einem 25:11 für die Gäste schien der vierte Satz nur noch Formsache zu sein. Doch es folgte ein Satz, wie ihn die wenigsten erwartet hatten. Es war der beste Satz an diesem Nachmittag mit vielen langen Ballwechseln, so richtig nach dem Geschmack der Zuschauer. Als sich die Tebus nach einem Zwischenstand von 10:10 dann auch noch allmählich setzen, lag eine kleine Überraschung in der Luft. Nach starkem Spiel behaupteten sich die Tebu-Spielerinnen tatsächlich mit 25:18 und hatten den Tie-Break erreicht. „Hier regiert der SVC“ sang die Tebu-Fangemeinde vor dem Entscheidungssatz, spekulierte vielleicht auf die große Überraschung. Tatsächlich lag diese in der Crunchtime in der Luft. Nach sehr ausgeglichenem Verlauf hatte das junge Tebu-Team beim Stand von 14:13 den ersten Matchball, verschlug da eine Angabe und musste der Gast mit 16:14 vorbeiziehen lassen. Den
Jubelgesang „Hier regiert der SCH“ konnte sich die Mannschaft von Edda Zahn natürlich nach dem harterkämpften 3:2-Erfolg nicht verkneifen. „Dass wir sogar den ersten Matchball hatten, ist ein kleiner Wermutstropfen, aber am Ende überwiegt die Freude über die gezeigten Leistungen.“ waren sich Kerstin Keller und die Tebu-Fans einig. Vor diesem Spieltag hatten die Gäste nur die Partie gegen den Spitzenreiter VC Osnabrück IV verloren, sonst keinen weiteren Punkt abgegeben. Der Punktverlust am Samstag in Laggenbeck könnte im Kampf um den Titel eventuell schwerwiegend. Die Tebu-Truppe findet sich nach dem Aufstieg aus der Bezirksklasse in der höheren Liga immer besser zu Recht, ist jetzt Tabellenvierter. Das Abstiegsgespenst dürfte verscheucht sein.
Bericht: Josef Gaida