

Der erste Punkt ist da: Die 1. Damenmannschaft der Tecklenburger Land Volleys hat am Wochenende gegen den VfL Lintorf II zwar mit 2:3 verloren, konnte sich nach einem umkämpften Fünfsatzspiel aber immerhin einen Zähler sichern. Nachdem die ersten beiden Saisonspiele am grünen Tisch gegen die Tebus gewertet worden waren, war es zugleich die erste sportliche Punkteausbeute der neuformierten Mannschaft.
Dabei wäre durchaus mehr möglich gewesen. Über weite Strecken begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe.
Im ersten Satz benötigten die Tebus zunächst etwas Zeit, um ins Spiel zu finden. Die Gastgebe-rinnen aus Lintorf nutzten die anfänglichen Abstimmungsprobleme und setzten sich ab. Zwar kämpften sich die Gäste wieder heran, doch vor allem in der Annahme unterliefen noch zu viele individuelle Fehler. Mit 21:25 ging der erste Durchgang an den VfL.
Deutlich besser präsentierten sich die Tebus im zweiten Satz. Vor allem beim Aufschlag setzte die Mannschaft die Lintorferinnen unter Druck. Eine Aufschlagserie von Laura Brinkmann brachte die Wende und sorgte dafür, dass sich die Tebus deutlich absetzen konnten. Mit 25:14 holten sie sich den Satz und glichen nach Durchgängen aus.
Anschließend entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Im dritten Satz zeigten beide Mannschaften gute Aktionen, wobei die First Ladies im Angriff immer wieder die richtigen Entscheidungen trafen. Entsprechend eng blieb der Satz bis zum Ende. Beim 25:27 hatten allerdings die Gastgeberinnen das bessere Ende für sich.
Die Tebus ließen sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Im vierten Durchgang erhöhte die Mannschaft noch einmal den Druck. Gute Aufschläge und variable Angriffe brachten die Spielerinnen um Co-Trainerin Kerstin Keller wieder in die Erfolgsspur. Mit 25:20 erzwangen sie den Tiebreak.
Auch dort blieb die Partie eng. Am Ende waren es Kleinigkeiten, die den Ausschlag gaben. Beim 13:15 fehlten den Tebus letztlich nur zwei Punkte zum möglichen Sieg. So blieb nach dem Fünfsatzkrimi immerhin ein Punkt.
Co-Trainerin Kerstin Keller zog nach der Partie eine positive Bilanz. Sie habe eine positive Entwicklung gesehen und auch die Leistung habe gestimmt. Das Spiel gebe „Anlass zur Hoffnung, dass ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gemacht wurde“. Zudem betonte Keller, dass die Partie äußerst spannend gewesen sei. Auch Lintorfs Trainer Stefan Engelke habe die Leistung und den Auftritt der Tebu-Damen gelobt.
Für die Tebus geht es nun darum, die gezeigte Leistung in die kommenden Partien mitzunehmen. Der erste Punkt ist jedenfalls eingefahren – und nach einem 2:3, bei dem im Tiebreak nur wenig zum zweiten Zähler fehlte, dürfte die Mannschaft einiges aus der Partie mitnehmen.
Bericht & Foto: Josef Gaida