

Die Rollen vor dem Spiel in der Wolfskuhle waren klar verteilt und so entwickelte sich vom Start weg eine erwartbare Partie. Im zweiten Durchgang schnupperten wir aber an einer kleinen Situation und vergaben den Satzball gegen den VVH knapp. Am Ende unterliegen wir aber verdient beim letztjährigen Drittplatzierten. MVP wurde bei uns Youngster und Mittelblocker Thomas Klein.
Schon die Vorzeichen waren nicht ideal. Ole Sackermann noch nicht einsatzbereit, Yannick Kugel weiterhin verletzt, die Jugendspieler noch nicht spielberechtigt und dazu war der Einsatz von Robin Schüttemeyer kurzzeitig fraglich.
„Wir wussten, dass wir mit dem gleichen Kader wie in der letzten Woche eng aufgestellt sind, aber als Robin ich morgens mit einer Blockade und Schulterproblemen meldete, waren wir froh, dass er nach einem Termin mit Linda spielen konnte.“, so Lars.
Die Aufschlag-Annahme-Einheit war aber bereits etwas verkrampft und so ging es auch ins Spiel. Der Aufschlagdruck der Hausherren ließ die Annahme wackeln und mit 2:8 war der erste Satz früh auf keinem guten Weg für uns. Auch die Auszeiten bei 2:7 und 13:17 konnten nur bedingt gegensteuern. Die beste Phase lieferten wir bis zum 12:14 und zwangen Essen in das Timeout. Doch Kaspar Gröger hatte dann einen absoluten Lauf im Service der Gastgeber und so ging der Satz mit 13:25 sehr deutlich weg.
Auch der zweite Durchgang lief zunächst ähnlich und so zog Lars nach 5:3 bei 5:7 das erste Timeout. Dann drehte Mario im Aufschlag auf und wir kommen auf 8:9 heran. Essen nimmt die Auszeit. Das Spiel ist fortan offen. Essen mit der zweiten Auszeit bei 18:17 für uns. Wir setzen noch ein Break drauf, liegen dann wieder einen Punkt hinten, wehren bei 23:24 den ersten Satzball ab und haben dann sogar selber bei 25:24 unseren ersten und einzigen Satzball des Abends. Doch Essen spielt gut in der Feldverteidigung und wehrt unseren Punktball aus der Defense ab. 25:27. Ernüchterung.
Im dritten Satz gelingt dem VVH dann alles und es kommt auch das erarbeitete Glück dazu. Aufschläge auf die Linie, erfolgreiche Splitblocks und gute Touches in der Abwehr. Wir liegen schnell 5:10 hinten und bei 8:15 nimmt Lars die zweite Auszeit und möchte, dass wir so viel wie möglich mitnehmen und lernen. Doch Essen erteilt uns kurzerhand eine Lehrstunde und wir unterliegen 71 gespielten Minuten mit 12:25.
Jetzt heißt es Mund abwischen. Die erwarteten harten Wochen sind eingeleitet. Essen, Giesen, Schüttorf und Mondorf. Alle vier Playoffteams in den ersten sechs Spielen. Dazu die lange Auswärtsfahrt nach Lindow. Es gilt Ruhe zu bewahren und das Niveau der 2. Bundesliga zu adaptieren. Jeder Satzgewinn und jeder Entwicklungsschritt sind jetzt das Maß des Erfolgs.
Bild: Hardy Fischer