

Am Samstag geht es – wie auch in den letzten Jahren – in die Wolfskuhle nach Essen. Aber in diesem Jahr geht es erstmals wieder gegen die 1. Mannschaft des VV Humann. Der Gastgeber gehört zum Establishments des deutschen Volleyballs. In der vergangenen Saison belegte die Mannschaft von Christoph Blielecki einen souveränen 3. Platz und konnte als einziges Team mit den beiden Spitzenclubs aus Mondorf und Schüttorf mithalten.
In Essen ist man auf dem Sprung erneut an die ganz großen Zeiten anzuknüpfen. Nicht nur das Ergebnis der letztjährigen Spielrunde, auch die Tatsache, dass man als eines der wenigen Teams Mondorf in Essen schlagen konnte, dann auswärts einen Punkt holte und in Schüttorf ebenfalls den Tie-Break erreichte, zeigt diese sportliche Entwicklung. In Essen wird professionell gearbeitet. Das Trainer-Viergespann baut auf eine im Schnitt sehr junge aber auch lange Mannschaft. Zum Auswärtsspiel nach Hamburg ging es bereits tags zuvor, morgens zur Aktivierung ins Gym und dann wurde nach wackeligem erstem Satz (25:27) ein souveräner Auftritt gezeigt und die Folgesätze gingen deutlich an das Team aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf.
In den letzten Jahren und auch zu Zweitligazeiten gab es oft enge und hart geführte Spiele in der Stadt an der Ruhr und die Entscheidung wurde häufig erst im Tie-Break gefällt. Damit es am Samstag gegen den Favoriten auch dazu kommen kann, muss fast alles richtig laufen. Denn das Duell „Dorfverein vs. viertgrößte Stadt NRWs“ ist nicht nur auf dem Papier eine deutliche Angelegenheit.
„In Essen haben wir früher häufig zu Saisonbeginn oder eben direkt am ersten Spieltag der 2. Bundesliga gespielt. Da ging es damals gegen Spieler wie Stefan Windscheif, Frank Fischer, Felix Quecke und Lukas Rohleder. Das waren wilde Zeiten. Es freut mich enorm, dass in beiden Vereinen die nächste – na ja – übernächste Generation übernommen hat.“, so Trainer Lars Fischer.
Doch in Laggenbeck weiß man auch über die eigenen Qualitäten. Zwar ist der Kader noch nicht vollständig einsatzbereit, aber am vergangenen Wochenende konnte man sich erfolgreich in der 2. Bundesliga zurückmelden und das erste Ausrufezeichen setzen.
Dabei hoffen die TERRA Tebu Volleys erneut auf die lautstarke Unterstützung der eigenen Fans. Eine Reise nach Essen lohnt sich fast immer. In der Sporthalle des Gymnasiums Wolfskuhle trifft Zweitligaevent auf 70er-Jahre-Charme. Spiele in Essen lassen die Herzen der Volleyballnostalgiker höherschlagen und spätestens am Samstagabend wird dort wieder ein echter Hexenkessel entstehen.
Für die TERRA Tebu Volleys wird die Partie beim VVH eine weitere Standortbestimmung. Wie gut man gegen einen haushohen Favoriten mithalten kann, wird sich im Pinxtenweg 6 ab 19:30 Uhr klären.
Bild: Hardy Fischer